Kriya Yoga FAQ

 

Frage: Bitte vergleiche Babajis Kriya Yoga mit dem Kriya Yoga, wie er von Yogananda und seinen Nachfolgern gefördert wurde und wird.

Antwort: Yogananda sah sich mit der Respekt einflößenden Pionieraufgabe konfrontiert, Yoga in der weitgehend feindseligen Umgebung einer fundamentalistischen christlichen Kultur einzuführen, wo es enorme Unwissenheit, Zweifel und sogar Angst in Bezug auf Yoga gab. In den ersten fünf Jahren seines Aufenthalts in Amerika, von 1920 bis 1925, in denen er in Arlington, Massachusetts, in der Nähe von Cambridge lebte, einem der liberalsten Orte in Amerika, versuchte er, Yoga und indische Spiritualität so zu vermitteln, wie er es gelernt hatte. Nur eine Handvoll Leute sprach darauf an. Er hatte das Gefühl, dass seine Mission erforderte, dass er eine große Zahl von Menschen erreichte und so schnitt er sich das Haar, hörte mit Ausnahme besonderer Gelegenheiten auf, in der Öffentlichkeit ockerfarbene Kleidung zu tragen und transformierte seinen Wortschatz und seine Theologie vom Hinduismus zum Christentum. Er bat seinen Hauptförderer, Dr. Lewis um 10.000 $, um auf eine Vortagsreise durch das ganze Land zu gehen. An diesem Scheideweg seines Lebens begann Yogananda, die Lehren des Kriya Yoga zu vereinfachen, indem er die Asanas wegließ und sich nur noch auf zwei einfache Meditationen konzentrierte, den Klang „Om“ und „Hong-Sau“ und die Übungen von Kriya Kundalini Pranayama stark vereinfachte. „Va-Shi“ wurde zu „Ah-I“ um nicht bei fundamentalistischen Christen anzuecken, die die Wiederholung von Shivas Namen als Blasphemie angesehen hätten. Auf diese Weise konnte er in weniger als einer Stunde auf einmal tausend Leute in einem Hörsaal einweihen. In der zweiten Einweihung, die in kleineren Gruppen erfolgte, wurde eine Meditation über Chakra-Mantras vermittelt. Yogananda empfahl zudem „selbst-energetisierende“ Übungen, die im wesentlichen im statischen Zusammenziehen verschiedener Muskelgruppen bestanden. Es war eine eindeutige Veränderung alter Techniken, aber es versetzte westliche Menschen in die Lage, fit zu bleiben, ohne Hatha Yoga zu üben. In den 20er und 30er Jahren gab es viele Theorien über Unterschiede zwischen den Rassen und man vertrat bis in die 60er Jahre allgemein die Auffassung, dass Menschen aus dem Westen kein Hatha Yoga praktizieren könnten, weil ihre Körper – im allgemeinen kürzer und gedrungener – dafür nicht geeignet wären. Man meinte, Inder wären überwiegend dünn und schlank.

Yoganandas größter Beitrag aber waren, abgesehen davon, dass er viele Menschen auf den Yogaweg brachte, seine metaphysischen Schriften, von denen die meisten in Buchform erschienen. Die Fernkurslektionen, die man gemäß der Self-Realization Fellowship (SRF) vor der Einweihung lesen soll, sind Auszüge aus seinen Veröffentlichungen. Sie sind eine wundervolle Quelle der Anleitung, wie man sein Leben leben soll. Er legte großen Wert darauf, „Affirmationen“ zu nutzen, die wie die modernen Formen „Selbsthypnose“ und Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) darauf ausgerichtet sind, tief verwurzelte, unterbewusste Einstellungen zu verändern.

Yogananda selbst war der „Göttlichen Mutter“ zugewandt, aber er war schlau genug, dies in unserer Kultur nicht zu betonen, wo Gott nur ein „Er“ sein kann, und so stellte er eine christliche Glaubenslehre und einen christlichen Gottesdienst in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Die Gottesdienste, die er organisierte, orientierten sich an evangelischen Gottesdiensten, mit Hymnen, Gebeten und insbesondere Liedern über Jesus als Person. Um die Vereinigung des westlichen Christentums und des östlichen Yoga zu unterstützen, forderte er uns mit geeigneten Auslegungen ausgesuchter Zitate aus dem Neuen Testament auf, „Christusbewusstsein“ zu erlangen. Bis 1946, als die erste Ausgabe seiner „Autobiographie eines Yogis“ veröffentlicht wurde, sagte nichts über Babaji, den Urheber des Kriya Yoga.

Letztendlich blieb er der westlichen Religionslehre treu, indem er seine Mission an eine Organisation übertrug, die „Self Realization Fellowship“ und erklärte, dass es keine weiteren „Gurus“ in der SRF-Linie geben werde, dass aber seine Fernkurs-Lektionen diese Rolle übernehmen würden.

Die SRF ist eine eifrige Hüterin von Yoganandas Lehren geworden. Sie förderte sie mit Veröffentlichungen, einem dreijährigen wöchentlichen Fernkurs und gelegentlichen Reisen von Mönchen der SRF in ferne Städte für Vorträge und einstündige Einweihungszeremonien. Die SRF war auch eine eifersüchtige Hüterin, indem sie in den letzen Jahren mehr als 10 Mio. Dollar für Anwaltsgebühren ausgab, um ihre Rivalin, die Ananda Church of Self-Realization zu zerstören, als diese begann, Yoganandas Schriften und Bilder zu veröffentlichen. Die SRF bezeichnet sich selbst jetzt als eine Religion und ermahnt ihre Mitglieder dazu, keine Schriften anderer Traditionen zu lesen und keinen anderen spirituellen Lehrern oder Lehren zu folgen. Sie befolgt strikt Yoganandas Lehren und zwar so sehr, dass wenn ein Schüler eine Frage stellt, die in den SRF-Lektionen nicht vorkommt, diese als „unwichtig“ zurückgewiesen wird.

Jeder unserer Leser kann dies mit dem fünffachen Weg von „ Babajis Kriya Yoga “ vergleichen, mit seiner Betonung auf Yogaasanas, Kriya Kundalini Pranayama, verschiedenen Dhyana Kriyas, Mantras und Bhakti Yoga. Anders als die SRF, die nur eine Handvoll Meditationstechniken lehrt, ist Babajis Kriya Yoga ein komplettes und durchdachtes System von 144 Kriya oder Techniken, die alle fünf Dimensionen der menschlichen Existenz umfassen: die körperliche, die energetische, die psychische, die geistige und die spirituelle. Dies erfordert jahreslanges schrittweises Üben.

Anstatt für die Übenden die göttliche Form zu wählen, die sie anbeten sollen, ermuntern wir sie, ihrem eigenen Herzen zu folgen. Babajis Kriya Yoga ist die praktische Form aller Religionen der Welt. Er ist keine Religion, denn er hat kein bestimmtes Glaubenssystem. Er ist eine wissenschaftliche Kunst und erfordert Übung und Fertigkeiten und seine Ergebnisse können wissenschaftlich reproduziert werden. Er ist kein Glaubenssystem, das von seinen Mitgliedern verlangt, andere Glaubenssysteme zu meiden. Seine Praktizierenden werden ermuntert, nach Gott und Selbst-Verwirklichung zu streben und dabei alle Quellen zu nutzen. Wie er in seiner „Autobiographie“ berichtet, erlernte Yogananda selbst Kriya Yoga bei verschiedenen Gurus und wurde von vielen anderen inspiriert. In allen indischen spirituellen Traditionen wird die Flamme von einer Seele zur nächsten weitergereicht, nicht von einer Organisation. In Indien sind es die heiligen Texte und die Gurus, die die Weitergabe spiritueller Wahrheiten von einer Generation an die nächste sicherstellen und in der Geschichte geschah dies weitgehend ohne formelle Organisationen. Im Westen wird Religion von Institutionen kontrolliert, Organisationen, die meist ihr eigenes Wachstum und Überleben über die Interessen ihrer Mitglieder stellen. Die Religionen Abrahams basieren auf Angst und ihre Anhänger fühlen sich oft wohler, wenn sie einer Organisation oder Religion angehören, die sie vor der Hölle rettet. Unter dem Einfluss östlicher Spiritualität hat die Anhängerschaft der „Organisierten Religionen“ in den letzten Jahren im Westen deutlich abgenommen. Mehr und mehr Leute bezeichnen sich selbst eher als „spirituell“ anstatt als religiös und suchen Eingebungen aus verschiedenen Quellen, ohne einer bestimmten Organisation anzugehören.

In Indien werden Glaubenssysteme als Konstruktionen des Geistes angesehen, die lediglich den Beginn der eigenen spirituellen Suche darstellen, wohingegen das eigene Karma und die eigenen Bemühungen das Schicksal bestimmen. Zudem strebt man nach dem Effekt der Gnade. Man kann wohl sagen, dass noch niemand Selbst-Realisation erlangt hat, weil er einer Organisation angehörte oder an irgend ein religiöses oder philosophisches Glaubenssystem geglaubt hat. Das wäre genauso weit hergeholt, wie die Behauptung eines heutigen indischen Gurus, dass er selbst-realisiert ist, einfach weil sein Vater und Großvater es waren.

Bücher und Schriften können uns nur bis an die Grenzen des Verstandes bringen. Worte und Bücher neigen dazu, uns zu trennen. Deshalb legt Babajis Kriya Yoga so großen Wert auf den fünffachen Pfad der Ausübung „yogischer Sadhana“, auf all die Übungen, die uns an die Präsenz, an die Selbst-Verwirklichung erinnern. Es ist ein ausgewogener Weg, der die Selbst-Verwirklichung des Einzelnen zum Ziel hat, und zwar nicht nur spirituell, sondern auch körperlich, energetisch, psychisch und verstandesmäßig.

Babaji steht im Zentrum unserer Tradition. Das Guru Tattva, also das Prinzip, durch das Wahrheit, bedingungslose Liebe und Weisheit offenbart werden, manifestiert sich durch ihn und den Kriya Yoga, den er als Synthese alter esoterischer Lehren entwickelte. Er ist seine lebendige Quelle und leitet uns durch sein Beispiel und durch Inspiration. Er ist der einzige Guru unserer Tradition. Obwohl die SRF Babaji als einen ihrer Gurus betrachtet, wird er in der Literatur der SRF kaum erwähnt. Er wird als eine historische Person betrachtet, die nicht mehr auf der Erde wandelt und fern und unerreichbar ist und mit der Führung der SRF nichts mehr zu tun hat.

Die SRF ist eine christliche Kirche. Sie interpretiert „Christus“ als einen Bewusstseinszustand, der durch die Ausübung von Kriya Yoga erreicht wird. Auf diese Weise wird man gemäß der Theologie der SRF „errettet“. Sie führt Gottesdienste durch wie jede andere christliche Kirche und ihre Lehren werden durch Priester der SRF verbreitet. Sie verbietet ihren Mitgliedern, bei anderen spirituellen Lehrern oder Organisationen nach Anleitung zu suchen.

Eingeweihten in Babajis Kriya Yoga steht es frei, nach Inspiration aus allen möglichen Quellen zu streben. Es gibt keine Organisation, bei der man Mitglied wird. Die Beziehung zwischen den Eingeweihten und Babaji ist vollkommen persönlich. Babajis Kriya Yoga wird durch ein Netzwerk von Eingeweihten verbreitet, die ihren Dienst ehrenamtlich tun. Einige sind als Lehrer für Babajis Kriya Hatha Yoga und für Grundtechniken der Atmung und Meditation und yogische Philosophie ausgebildet. Fortgeschrittene geeignete Schüler bekommen die Gelegenheit, Mitglieder eines kleinen Ordens von Lehrern zu werden, dem „Babaji's Kriya Yoga order of Acharyas“. Nachdem sie strenge Bedingungen erfüllt haben, sind sie autorisiert, andere in Babajis Kriya Yoga Kriya Kundalini Pranayama und in Meditationstechniken einzuweihen. Nach und nach weihen manche auch andere in Mantras und alle 144 Kriyas des Systems ein.

In Babajis Kriya Yoga wird zu Fragen ermuntert, nicht als Mittel, um Zweifel zu kultivieren, sondern als ein konstruktiver Weg, Zweifel in Schritte auf dem Weg der Selbst-Verwirklichung zu verwandeln. Babajis Kriya Yoga ist eine lebendige, mündlich weitergegebene Tradition, die in den Herzen und der Erfahrung ihrer Ausübenden wächst. Sie beschränkt sich nicht auf Bücher oder die Geschichten ihrer Führer oder die Wände eine Institution.

Babajis Kriya Yoga ist inspiriert durch die Lehren der 18 tamilischen Siddhas, wie man sie im „Thirumandiram“ wie auch im „Sanatana Dharma“ der „ewigen Religion“ Indiens findet. Die Siddhas aber legten Wert darauf, dass Gott nicht nur in Tempeln und bei besonderen Zeremonien zu finden ist, sondern mit unseren Herzen, indem man die Schleier der Unwissenheit, des Verlangens und des Egoismus abstreift.

 

Frage: Warum leugnet der SRF, dass Babaji noch immer auf der physischen Ebene existiert?

BKY: Heute ist die Existenz und Person von Kriya Babaji durch pathetische Äußerungen des SRF und anderen, dass Babaji auf der physischen Ebene nicht mehr existiert, verdunkelt. Das ist so wie die Aussage "dass Japan nicht existiert, weil ich es noch nie gesehen habe." Babaji's eigenes Versprechen in der "Autobiografie eine Yogi" ist, dass er auf der physischen Ebene bis zum Ende des Zeitalters bleiben wird, also noch tausende von Jahren. Seit den frühen 1950'ern war es die Politik des SRF, ihn als unerreichbar in jeder Hinsicht darzustellen. Als Ergebnis wurde er zur historischen Fussnote oder noch zum besten wie zu einem Heiligen in der katolischen Kirche anstatt zum lebenden Quell und alleinigen Guru der Kriya Yoga Tradition.

 

Frage: Warum unterrichten einige Kriya Yoga Lehrer nur ein paar Techniken?

BKY: Einige Lehrer des "Kriya Yoga" unterrichten heute nur ein paar Techniken, die Adaptionen der Einweihung sind, die Yogananda den Westlern in großen Auditorien in 1 1/2 stündigen "Einweihungen" gab. Einige wenige fördern ihre eigenen Techniken, die sie aus verschiedenen Quellen zusammengetragen haben, nennen es "Kriya Yoga", haben aber keine Verbindung zu "Kriya Yoga" oder seiner Linie. Wir glauben, dass Liebe und Hingabe an den Herrn, an Babaji, essentiell für die Effektivität des Kriya Yogas sind. Mit aufrichtiger Liebe und Hingabe kann die Gnade erfahren werden, die durch unseren Körper, Geist, Herz und Aktionen hinabsteigt. Wie ein Baum, der durch die Wurzeln genährt wird, beginnt alles was wir tun, Früchte zu bilden. Lehrer dürfen niemals die lebendige Quelle ihrer Lehren vergessen oder sie als selbstverständlich hinnehmen. Babaji arbeitet durch diese ihm Ergebenen und an seine Arbeit zur Erweiterung des Bewusstseins.

 

Frage: Sind die Techniken von Babaji’s Kriya Yoga dieselben wie die, die beim SRF gelehrt werden?

BKY: Obwohl es große Ähnlichkeiten in der Pranayama Technik gibt, existieren auch viele Unterschiede. Babaji's Kriya Yoga ist ein integraler Yoga, der fünf Pfade von sadhana oder Praxis beinhaltet, die zur Transformation auf allen Ebenen des Seins führt. Kriya Hatha Yoga für die physische, Kriya Kundalini Pranayama für die vitale, Kriya Dhyana, Meditationen für die mentale, Kriya Mantra für die intellektuelle und Kriya Bhakti, Liebe und Hingabe, für die spirituelle Transformation.

 

Frage: Woher kommen diese Techniken?

BKY: Während einer sechsmonatigen Periode 1954, in seinem Ashram nahe Badrinath in den Garwhal Himalayas, initiierte Babaji S.A.A. Ramaiah in ein vollständiges System von 144 Kriyas oder praktischen Techniken, die Haltungen, Atmung, Meditation, Mantren und devotionale Techniken beinhalteten. Letztere erblühte in Folge als ein Yogi und begann eine weltweite Mission, um dieses System, bezeichnet als "Babaji's Kriya Yoga", an tausende von Aspiranten zu lehren. Von 1970 bis 1971 initiierte er den Autor, M. Govindan, in alle Kriyas. M. Govindan praktizierte diese intensiv für im Schnitt 8 Stunden am Tag 18 Jahre lang in Yogi Ramaiah's ashram in Indien, den USA und Kanada. 1983 gab ihm Yogi Ramaiah rigorose Bedingungen, um andere in die Techniken einzuweihen. Nachdem diese erfüllt waren, erschien ihm Babaji selbst 1988 und beauftragte ihn, seinen Kriya Yoga an andere zu unterrichten.

Seit 1989 hat er mehr als 10.000 Studenten in Babaji's Kriya Yoga eingeweiht. Diese werden systematisch erlernt und praktiziert und wenn sie regelmässig ausgeübt werden, führen sie zur stufenweise integrierten Transformation der individuellen Persönlichket auf allen Ebenen. In diesem System gibt es drei Stufen der Einweihung. Auf der ersten Stufe lernt man mit Babaji zu kommunizieren im "Babaji Samyama Kriya," der zu einem tiefen Zustand der inneren Kommunikation mit dem Satguru führt. Babaji offenbart sich selbst schrittweise seinen Schülern und Anhängern und erobert ihre Herzen in verschiedenen Formen von persönlichen, hingebungsvollen Beziehungen, in denen er sie in ihrer Entwicklung führt. Seine Beziehung mit jedem von uns ist individuell und abhängig von unseren persönlichen Bedürfnissen und unserer persönlichen Natur. Er ist unser persönlicher Guru. So wie sich unser Herz weiter öffnet, gipfelt unsere Verbindung mit ihm in der "universellen Vision der Liebe", in der man Babaji in allem und jedem sieht.

 

Frage: Ist der Guru, der unter dem Namen Herakhan Baba bekant ist, der unsterbliche Babaji der Kriya Yoga Linie?

BKY: 1971 wurde ein junger Mann mit okulten Kräften von den Einwohnern eines Dorfes nahe der Stadt Herakhan in einer Höhle entdeckt. Bekannt als "Herakhan Baba" wuchs seine Popularität und er wurde von Leonard Orr und Sondra Ray, den Gründern der "rebirthing" Bewegung, als niemand anderes als dem unsterblichen Babaji entdeckt und gefördert. Die Fotografien von Herakhan Baba als einem hübschen Jungen und die Bücher, die über ihn geschrieben wurden, erzeugten diese Konfusion. Ohne Betrachtung der Größe dieses Guru gab es nie einen Grund, ihn mit dem unsterblichen Babaji in Verbindung zu bringen. Nachdem er wiederholt von seinen neuen amerikanischen Förderern unter Druck gesetzt worden war mit Fragen wie "Bist du nicht Babaji? Du musst Babaji sein?", gab er schließlich seinen Widerstand auf und erklärte "Wenn ihr sagt, ich sei Babaji, muss ich Babaji sein." Herakhan Baba hat nie eine Form von Kriya Yoga unterrichtet. Er erschuf 1983 einen Ashram mit seinen eigenen Regeln und starb im selben Jahr an einer Vergiftung. Unsere Forschungen haben weiter ergeben, dass er als Sohn eines Sikh Dienstmädchens und eines pensionierten britischen Beamten geboren wurde, eines Mr. Wilson. Mr. Wilson’s Familie liebt immer noch in Ranikhet in den Himalayas und die dort lebenden bezeichnen Herakhan Baba als "Wilson Baba." Er wurde ab dem Alter von fünf Jahren von einem berüchtigten tantrischen Meister, Naintal Baba, erzogen, der ihn unterrichtete, wie man in anderen Träumen erscheint und er erhielt viele tantrische Kräfte. Dieser Naintal Baba behauptete selbst von sich, er sei der unsterbliche Babaji.

 

Frage: Zeigt sich Kriya Babaji immer noch manchmal seinen Anhängern im physischen Zustand?

BKY: Glücklicherweise erscheint Babaji von Zeit zu Zeit hinter dem Schleier der Anonymität, die er so nützlich für seine Arbeit findet. Babaji erschien Swami Satyaswarananda in den Kumaon Hügeln des Himalayas in den frühen 1970'ern und gab ihm die Aufgabe zur Übersetzung und Veröffentlichung der Schriften von Lahiri Mahasaya. Dies tat er in einer in einer Buchserie, den "Sanskrit Classics," von seinem Haus in San Diego, Kalifornien, aus. Shibendu Lahiri, einer der Großenkel von Lahiri Mahasaya, behauptet ebenfalls Babaji in den späten 1980'ern an seinem Wohnsitz besucht zu haben. Babaji soll ihn für seine Anstrengungen, Kriya Yoga auf der ganzen Welt zu unterrichten, gesegnet haben. Babaji gab seinen "darshan" auf der vitalen Ebene im Oktover 1999 bei zwei Anlässen an den Autor M. Govindan. Dies erfolgte 30 Kilometer nördlich von Badrinath, auf einer Höhe von 5.000 Metern, an der Quelle des Alakananda Flusses. Während dieser Besuche erschien Babaji als ein leuchtender Jüngling mit kupferfarbenem Haar, gekleidet in einem simplen weissen "dhoti" oder Hüfttuch und erlaubte dem Autor, seine Füße zu berühren.

Er gab dem Autor viel persönliche Führung und seinen Segen zu dem Orden der Lehrer von Kriya Yoga, "Babaji's Kriya Yoga Order of Acharyas", den der Autor zwei Jahre vorher gegründet hatte.

 

Frage: Ist es ein Ziel von Babaji's Kriya Yoga, Kräfte zu erhalten und so wie Babaji Unsterblichkeit zu erlangen?

BKY: Jemand kann nicht wirklich wissen, wer Babaji ist oder auch nur anfangen, seine Größe zu ersinnen, ohne die Kultur der Siddhas zu verstehen, aus der er stammt. Anstatt sich weltlich in irgendeinen Himmel zu flüchten haben die Siddhas, nachdem sie die Präsenz des Göttlichen in sich selbst wahrgenommen hatten, versucht, sich diesem ganz hinzugeben und ihm zu erlauben, sich auf allen Ebenen zu manifestieren. Sie trachteten nach einer vollständigen Transformation unserer menschlichen Natur. Das Streben eines Kriya Yoga sadhaka sollte die Transformation seiner oder ihrer menschlichen Natur sein, anstatt nach der Erlangung von siddhis oder der Unsterblichkeit zu trachten. Diese ultimative Transformation der menschlichen Natur als Ganzes ist das ultimative Ziel von Babaji's Kriya Yoga.

"Thirumandiram," von Siddha Thirumoolar, geschrieben in 3.000 juwelhaften Versen in der Zeit vom 2. bis zum 4. Jahrhundert n.Chr., zeigt den Atem und die Tiefe der Errungenschaften der Siddhas. Unsere Forschungen haben ergeben, dass Thirumoolar ein Bruderschüler von Boganathar, Babaji's Guru und von Patanjali, einer der bekanntesten Quellen des Yoga, war. Während die meiste Literatur der Siddha's nicht in andere Sprachen au0er ihrer nativen Sprache, dem Tamil und dem Sanskrit, übersetzt wurden, existieren einige gute Studien, vor allem Dr. Kamil Zvelibil's "Poets of the Powers," und Professor David Gordon White"s "The Alchemical Body." Beide dieser akademischen Arbeiten demonstrieren in Länge die bemerkenswerten Errungenschaften der Siddhas und enthüllen, dass Babaji nicht jemand einzigartig überirdisch ist. Er manifestiert "die supramentale Transformation", auf die sich Sri Aurobindo bezogen hat und die er als für die Menschheit zu erstrebend hielt, möglicherweise der nächste Schritt in unserem evolutionären Prozess. Als solches ist er nicht unser Heiland. Noch ist er Gründer irgendeiner Religion. Er sucht nicht nach unserer Beweihräucherung , nicht mal nach seiner Erkennung. Wie alle Siddhas hat er sich vollständig dem höchsten Selbst, der höchsten Abstraktion hingegeben, und als göttliches Instrument bringt er das klare Licht des Bewusstsein hinab in diese düstere Welt, bedingungslose Freude und höchsten Frieden. Kriya Babaji möchte, dass alle dies erreichen, unser grösstes menschliches Potential.

 

Frage: Warum sollte ich in Babaji's Kriya Yoga eingeweiht werden?

BKY: Suchst du nach Glückseligkeit in deinem Leben? Jeder sucht nach Freude mit mehr oder weniger Erfahrung und Weisheit. Von einer Erfahrung die andere machend erfährt der Einzelne, wie flüchtig die Freude sein kann. Erinnere dich an den glücklichsten Moment in deinem Leben. Warum dauerte dieser Moment nicht an? Was veranlasste die Freude, sich wieder aufzulösen? Irgendeine Angst, ein Wunsch oder sich einschleichende Furcht? Richtig? Woher kommen solche Befürchtungen?

Bezugnehmend auf die Siddhas, die die wissenschaftliche Kunst des Yoga entwickelt haben, steigen solche Sorgen aus dem Unterbewusstsein auf, wo die Überreste aller unserer Erfahrungen gespeichert sind. Wie Wolken, die die Sonne verdecken, blockieren solche Sorgen unsere innere Glückseligkeit. Die Siddhas haben unsere menschliche Konditionierung als "Wir träumen mit offenen Augen" diagnostiziert, weil wir vieles, was wir tun, aus einer Gewohnheit heraus unbewusst tun. In den Tiefen der Meditation realisierten die Siddhas, dass es einen Raum in uns gibt, der völlig erfüllt ist, in völliger Freude, 24 Stunden am Tag und unabhängig von allen Umständen. Das Paradox unserer menschlichen Existenz ist, dass wir diese perfekte Glückseligkeit aufgrund der Reaktionen unseres Unterbewusstseins verlieren.

Was ist ihr Rezept für dieses universelle humane Dilemma? Sie haben gesagt: "Die Summe der Glückseligkeit ist proportional zur Selbstdisziplin eines jeden." Mit Selbstdisziplin, genannt auch "sadhana", ist das Handeln mit Aufmerksamkeit gemeint. Unter diesem Gesichtspunkt definierte einer der großen 18 Siddhas, Patanjali, Yoga in Vers 2 seiner berühmten "Sutren" als "den Prozess der Reinigung der Modifikationen, die aus dem Unterbewusstsein aufsteigen." Die Siddhas entwickelten verschiedene Techniken, bekannt als "kriyas", "Handlungen mit Bewusstsein", um diese Reinigung zu unterstützen und uns zu ermöglichen, mit Aufmerksamkeit zu handeln anstatt aus der Gewohnheit heraus. Diese Kriyas sind das Fundament der Techniken von Babaji's Kriya Yoga. Das Erlernen dieser Kriyas bringt uns zu beständiger Freude. Willst du beständige Freude?

 

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